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Mobilisierungs Video Osnabrück

Bildungsstreik2009

Der Kampf für bessere und gerechtere Bildung hat gerade erst begonnen!
In Osnabrück und im ganzen Bundesgebiet gingen bereits 100.000de auf die Straßen (zuletzt in Hannover). In vielen Städten gab es laute, kreative und bunte Protestaktionen und Demonstrationen.
Aber trotzdem hat sich wenig geändert. Fast alle der Forderungen bleiben unerfüllt, die Situation an den Bildungseinrichtungen wird immer schlimmer.
Deswegen wird es zwischen dem 15 . Juni undem 19. Juni eine bundesweite Aktionswoche geben. Die bundesweiten dezentralen Demonstrationen finden am 17. Juni statt. Den Rest der Woche wird es verschiedenste Aktionen zum Thema Bildung geben.
Natürlich beteiligen wir aus Osnabrück uns am Bildungsstreik.

Beteiligt euch auch! Kommt zu den Treffen!
Lasst uns gemeinsam zeigen, was wir von diesem Bildungssystem halten!

Link des Bildungsstreiks

Bildungsblockaden einreißen

Indymedia 12.2.2209

NOZ 13.2.2009

NOZ Bildergalerie 13.2.2009

OSradio 13.2.2009

 

 

Am heutigen Donnerstag demonstrierten in Osnabrück knapp 3000 Schülerinnen, Schüler und Studierende für dringend notwendige Veränderungen im Bildungssystem.

Die Demo startete um 11 Uhr; aus allen Himmelsrichtungen strömten SchülerInnen herbei und versammelten sich zwischen Stadthalle und Schloss: Vom Carolimum, von der Käthe-Kollwitz-Schule, vom Gymnasium in der Wüste, von der Gesamtschule Schinkel, vom Graf-Staufenberg-Gymnasium und vielen mehr aus anderen Schulen.

Das nahegelegene Ratsgymnasium blieb allerdings im wahrsten Sinne des Wortes geschlossen. „Es ist sehr bedauerlich“, meint der Demoanmelder Patrick Seele, „wenn eine Schulleitung die Notwendigkeit eines guten Bildungssystems nicht erkennt und sich im Gegenteil sogar dafür entscheidet unzufriedene SchülerInnen den Freigang einfach zu verbieten.“

Von der Stadthalle ging es dann am Kreishaus vorbei auf den Heger-Tor-Wall. Hier wurde das tatsächliche Ausmaß der Massen zum ersten Male deutlich sichtbar: Als die ersten Reihen mit dem Transparent „Bildungsblockaden einreißen“ in die Dielingerstraße einbogen, zog sich die Demo noch fast bis zum Startpunkt.

Die Demo endete am Rathhausplatz mit Redebeiträgen von der Haupt- und Realschule Käthe-Kollwitz, der die Schließung droht, vom Gymnasium in der Wüste, von der Gesamtschule Schinkel sowie Grußworten von SchülerInnen aus Nordrhein-Westfalen und von einem Vertreter des Arbeitskreis Schulstreik aus Braunschweig, wo letzten November 10.000 SchülerInnen streikten, und einer Lehrerin von der GEW.

Gemeinsam wurden die Forderungen bekräftigt:

- Kostenfreie Bildung für alle
- Gerechte Bildungschancen für jeden und jede von uns
- Mehr Investitionen in Bildung und damit in unser aller Zukunft
- gelebte Demokratie innerhalb unserer Bildungsinstitutionen
- sowie die Verhinderung der totalen Ökonomisierung der Bildung an und für sich

Der vielfältige und bunte Protest äußerte sich lautstark und farbenfroh. Viele TeilnehmerInnen hatten kreativ gestaltete Transparente und Plakate angefertigt. Auf ihnen stand zum Beispiel „Geiz ist geil? – Geist ist geiler“ oder „Bildung statt Bachelor“.

Die nächsten, dann bundesweiten Demonstrationen sind bereits für Juni 2009 angedacht.

Bildungsblockaden einreißen

 

 


Donnerstag, 12.02.2009 um 11 Uhr am Schloss

 

Route: Schloss -> (Altes Kreishaus) -> Heger Tor Wall (Juridicum) -> Dielinger Straße -> Domhof (Theatervorplatz) -> Rathausvorplatz

 

Im vergangenen November(2008) demonstrierten 100.000de im ganzen Land für eine andere, bessere Bildung.

Die vielen Missstände im Bildungssystem betreffen SchülerInnen und StudentInnen gleichermaßen. Ganz gleich, an welcher Wegmarke unserer „Bildungsrepublik“ wir uns gerade befinden, ob an der Schule, in der Weiter- oder Ausbildung, oder an der Uni: überall stoßen wir auf Grenzen. Nur gemeinsam können wir diese Bildungsblockaden einreißen!

Steigende finanzielle Belastungen und wachsender äußerer Leistungsdruck bei gleichzeitiger Unterversorgung und mangelhafter Ausstattung lassen Schulen und Universitäten immer mehr zu Orten ökonomischer Sachzwänge und Mangelwirtschaft werden, wo Bildung nicht gebildet sondern verscherbelt und entstellt wird.

Eine kleine gehegte und gepflegte Elite – die viel gepriesene Elite-Uni und Elite-Schule – kann nicht Ausdruck von Erfolg und Klasse sein, sondern ist Augenwischerei. Diese Elite soll ersatzweise für all die anderen stehen, die es nicht geschafft haben – nicht schaffen konnten. Die verlautbarte „Bildungsgerechtigkeit“ hat sich aufgegeben und verschließt ihre Augen.

So darf es nicht weiter gehen. An die zahlreichen Proteste und Aktionen im Jahre 2008 soll in Osnabrück am 12.02.2009 angeschlossen werden und alle SchülerInnen und StudentInnen sind eingeladen und aufgefordert, ihren Unwillen am herrschenden Bildungszustand und ihren Willen nach Besserung und Mitbestimmung zu zeigen.


Deutsches Studentenwerk: „Bologna-Prozess auf die Studierenden ausrichten, nicht umgekehrt!“

- Bundestags-Debatte zum Bologna-Prozess: Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert bessere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Studierenden
- Probleme: Arbeitsbelastung im Bachelor, Zeitkonflikte, mehr Beratung, studentische Mobilität

Berlin, 6. Mai 2009. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fordert Bund, Länder und die Hochschulen auf, den Bologna-Prozess studierendenfreundlich zu gestalten und bei der Konzeption von Bachelor- und Master-Studiengängen viel stärker die sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnisse der Studierenden zu berücksichtigen. Vor den heutigen Beratungen zum Bologna-Prozess im Deutschen Bundestag sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Der Bologna-Prozess muss auf die Studierenden und ihre wirtschaftliche und soziale Lage ausgerichtet werden, nicht umgekehrt.“

Meyer auf der Heyde wörtlich: „Die Bachelor-Studiengänge müssen auch für Studierende studierbar sein, die sich über einen Nebenjob finanzieren. Studierende müssen auch in den neuen Studiengängen Zeit finden für politisches, bürgerschaftliches oder kulturelles Engagement. Bachelor/Master müssen die studentische Mobilität spürbar erhöhen, innerhalb Deutschlands wie auch international.“

Vieles deute derzeit darauf hin, so Meyer auf der Heyde, dass diese Anforderungen nicht erfüllt werden. „Dann brauchen wir spürbare Nachbesserungen im Bologna-Prozesses mit den Studierenden im Mittelpunkt“, mahnt der DSW-Generalsekretär. Er nannte diese Problemlagen für die Studierenden:

 Arbeits- und Zeitbelastung: Viele Bachelor-Studiengänge sind zeitlich so verdichtet und stellen so hohe Arbeits- und zeitliche Anforderungen, dass nur vollfinanzierte Studierende sie erfüllen können. Nur: Der Typus des vollfinanzierten Studenten ist eine Fiktion. Für 40% der Studierenden ist die Studienfinanzierung unsicher. 7% der Studierenden haben ein Kind. 8% der Studierenden sind durch eine gesundheitliche Schädigung beeinträchtigt. Ein Viertel der Studierenden ist faktisch im Teilzeitstudium. Auf diese Gruppen von Studierenden ist der Bologna-Prozess so gut wie gar nicht eingestellt.

 Konflikt Studium/Nebenjob: 63% der Studierenden jobben neben dem Studium, ein Drittel der Studierenden könnte ohne den Nebenjob das Studium nicht finanzieren. Fast jeder vierte Student hatte 2006, als erst 11% der Studierenden in Bachelor-Studiengängen eingeschrieben waren, bereits einen wöchentlichen Zeitaufwand für Studium und Nebenjob von mehr als 50 Stunden. Im Bologna-Prozess droht vielen Studierenden ein scharfer Zeitkonflikt zwischen Studium und Jobben.

 Mehr Beratung: Gerade Bachelor-Studierende benötigen nach Einschätzung des Deutschen Studentenwerks erheblich mehr studienbegleitende Beratung, vor allem zum Zeit-, Selbst- und Stressmanagement sowie zum Umgang mit den zahlreichen Prüfungen, aber auch zur Studienfinanzierung. Die 58 Studentenwerke bauen ihre Beratungsangebote nach Kräften aus, werden aber von Bund und Ländern dabei in keiner Weise unterstützt. Im Gegenteil: Seit den 1990er Jahren kürzen die Länder ihre Zuschüsse an die Studentenwerke und ziehen sich immer stärker aus ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Studierenden zurück.

 Mehr Mobilität? Obwohl die bisher vorliegenden empirischen Befunde widersprüchlich sind, kann zumindest von einem spürbaren Anstieg der studentischen Mobilität dank Bachelor/Master nicht gesprochen werden – weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene. Wenn die finanziellen und studienorganisatorischen Hürden tatsächlich wegen Bachelor/Master noch höher werden, würde ein Kernziel des Bologna-Prozesses verfehlt.

„Ein schnelleres, erfolgreicheres, praxisnäheres, mobileres Studium: Der Bologna-Prozess ist ein großes Versprechen an die Studierenden – in Deutschland, aber auch in den anderen 45 Bologna-Staaten. Die Hochschulpolitik und die Hochschulen müssen alles daran setzen, dieses Versprechen auch wirklich einzulösen“, resümierte Meyer auf der Heyde.

Stefan Grob
Referatsleiter Presse/Kultur
Stellvertreter des Generalsekretärs
Deutsches Studentenwerk (DSW)
Monbijouplatz 11
10178 Berlin
Tel. 030 29 77 27 20
Mobil 0163 29 77 272
Mailto:stefan.grob@studentenwerke.de

Eltern unterstützen Bildungsstreik

Bildung und Zukunft für unsere Kinder

Eltern, SchülerInnen, Studis, Erzieherinnen, Lehrerinnen und alle im Bildungsbereich Beschäftigten gemeinsam auf die Straße am 17. Juni

Eltern unterstützen Bildungsstreik

Wir Eltern sind in großer Sorge um unsere Kinder und ihre Zukunft.
Das mehrgliedrige Schulsystem bedeutet Leistungs-, Noten- und Konkurrenzdruck von der Grundschule an. Klassengrößen von 30 und mehr Schülern erzeugen ein Klima der Anonymität und das Gefühl von Überflüssigkeit des Einzelnen. Zwischen LehrerInnen und SchülerInnen kann keine persönliche und dem Lernen und Leben förderliche Beziehung entstehen. Angst, Neid, Mobbing sind die Folgen. Und selbst die Beziehung von Eltern und Kindern bzw. das Familienklima leidet durch die Schule. Schlechte Noten führen zu Demotivation, zur Blockade- oder sogar zur Verweigerungshaltung. Lernen in Bewegung wird durch stundenlanges Stillsitzen und erzwungene Konzentration im Frontalunterricht verhindert. Kinder, die das stundenlange Stillsitzen nicht aushalten, werden diszipliniert oder sogar für krank erklärt.

Wenn Kinder in der Schule nicht respektvoll behandelt werden, wenn nur Noten zählen und es an Anerkennung ihrer Persönlichkeit fehlt, dann leidet das Selbstwertgefühl. Und Gewaltausbrüche von SchülerInnen – welche Form sie auch immer annehmen – haben mit einem stark angeschlagenen Selbstwertgefühl, mit Versagensgefühlen zu tun. Die steigende Massenarbeitslosigkeit verschärft die Perspektivlosigkeit der Jugend und erhöht den Konkurrenzdruck auf Kinder und Eltern.

Mit dem Amoklauf von Winnenden wurde eine Schule wiederholt zum Tatort für ein schreckliches Gewaltverbrechen. Seit Jahren häufen sich solche Ereignisse. Computerspiele sind nicht Ursache dafür. Das starke Bedürfnis nach PC-Spielen und Fernsehkonsum erklärt sich vielmehr als eine Flucht in eine spannende virtuelle Welt, eine Flucht vor der Langeweile, vor den alltäglichen Disziplinierungen und Demütigungen in der Schule. Es ist traurig, wenn sich unsere Kinder in dieser virtuellen Welt die Anerkennung und den Kick holen müssen, denen ihnen die Schule versagt.
Wir akzeptieren es nicht, dass die Medienindustrie gewaltverherrlichende Spiele und Filme auf den Markt werfen darf und wir Eltern verantwortlich dafür gemacht werden, wenn Kinder solche Medien konsumieren. Wir fordern, dass die gesellschaftliche Verantwortung für Erziehung und Bildung endlich ernst genommen wird. Der Schlüssel dafür ist die Einrichtung von gut ausgestatteten und an den Bedürfnissen der SchülerInnen orientierten Ganztagsschulen mit Spaß- und Kreativfaktor.

In den letzten Jahren wurden Selektion und Leistungsdruck im Bildungssystem enorm verschärft: G8, Studiengebühren, Verschulung des Studiums durch Bachelor/Master.
Es fehlen Hunderttausende von Lehrstellen. Hauptschüler haben so gut wie keine Chance mehr auf einen Ausbildungsplatz. Die Tatsache, dass in Deutschland jedes Jahr 70.000 Schülerinnen und Schüler – das ist jede/r fünfte – die Schule ohne Abschluss verlassen, ist ein Armutszeugnis für unser selektives Schulsystem.

Die derzeit stattfindende Arbeits- und Ausbildungssplatzvernichtung in der Wirtschaft verschärft die Situation für uns und unsere Kinder. Immer weniger Schulabgänger bekommen eine Lehrstelle. Weil Eltern nicht mehr genug Einkommen haben, müssen Studierende ihr Studium abbrechen. Mit der Rezession brechen auch Ferien-, Schüler- und Studentenjobs weg. Unsere Kinder drohen zu einer Generation ohne Zukunft zu werden.

Hunderte von Milliarden Steuergelder werden aufgebracht, um die Spekulationsverluste der Banken zu begleichen, aber für dringend nötige Bildungsinvestitionen ist angeblich kein Geld da. Fünf Milliarden Euro staatliche Mittel werden ausgegeben, um neun Jahre alte funktionstüchtige Autos zu verschrotten, aber unseren Kindern werden weiter jahrzehnte alte abgewrackte Schulgebäude und trostlose Schulhöfe zugemutet. Lediglich für die energetische Sanierung von Schulen, nicht aber für die Verbesserung der Lernbedingungen, gibt es im Konjunkturpaket II Geld.

Wir fordern, dass unsere Steuergelder für die Zukunft unserer Kinder investiert werden.

Die bisherigen Proteste gegen Studiengebühren und die Schülerstreiks im letzten Jahr haben zu wenig Wirkung gezeigt. Deshalb begrüßen wir die Initiative „Bundesweiter Bildungsstreik 15. – 19. Juni 2009“.

Wir stellen uns ausdrücklich hinter alle Forderungen des zentralen Streikaufrufs:

* „selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
* öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
* und Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.“

Ergänzend bzw. konkretisierend fordern wir:

* Ganztagsschulen als Regelschulen und massiver Ausbau des an den Bedürfnissen der SchülerInnen orientierten kreativen, handwerklichen, sportlichen und musischen Bereichs.
* Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems – gemeinsames Lernen in einer integrativen Gemeinschaftsschule bis zum zehnten Schuljahr
* Reduzierung der Klassenstärken auf maximal 20 SchülerInnen
* 120% Lehrerversorgung an allen Schulen
* Pädagogische Aus- und ständige Weiterbildung für alle LehrerInnen
* Einsatz von ErzieherInnen, FreizeitpädagogInnen, SozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen an allen Schulen
* Kostenloses, professionell zubereitetes qualitativ gutes Essen an allen Schulen
* Ausreichend qualitativ gute Ausbildungsplätze und garantierte Übernahme in den erlernten Beruf
* Weg mit Zulassungsbeschränkungen an den Unis. Abschaffung der Studiengebühren und elternunabhängiges Bafög für alle.

Die Grundlagen für eine gute Bildung müssen bereits in den Kindertagesstätten geschaffen werden. Doch zu wenig Plätze, ungenügende Ausstattung der Einrichtungen und personelle Unterbesetzung sind denkbar schlechte Rahmenbedingungen für die frühkindliche Bildung. Die Absenkung der ohnehin zu niedrigen Löhne der ErzieherInnen im Jahr 2005 bei gleichzeitig steigenden Anforderungen hat zu einem ErzieherInnenmangel geführt. Offene Stellen können nicht mehr besetzt werden. Die Personalnot verschärft sich dramatisch. Wir unterstützen die Forderung der ErzieherInnen, nach besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen. Wir wollen ausreichend flächendeckende gebührenfreie Ganztagskitas (auch für die Kinder unter drei Jahren), kleinere Gruppen und einen besseren Personalschlüssel.
Die Beschäftigten im Bildungswesen, angefangen von den ErzieherInnen, über LehrerInnen, Dozenten bis hin zu den Hausmeistern und anderen Beschäftigten, sind wie unsere Kinder, Opfer der Unterfinanzierung und des auf Selektion ausgerichteten Bildungssystems. Verbesserungen im Bildungswesen müssen deshalb auch die Arbeitsbedingungen und die Löhne vieler Berufsgruppen verbessern. Die Ziele des Bildungsstreiks sind auch im Interesse der Beschäftigten.
Wir fordern deshalb alle in Bildungseinrichtungen Tätigen auf, sich mit dem Bildungsstreik zu solidarisieren, keine Repressalien gegen streikende SchülerInnen und Studierende zu verhängen und gemeinsam während der Arbeits-, bzw. Schul- und Vorlesungszeit am 17. Juni mit auf die Straße zu gehen.
Und vor allem: Wir fordern alle Eltern auf, ihre Kinder zur Teilnahme am Bildungsstreik zu ermutigen, sich schützend hinter sie zu stellen und wenn möglich selbst an den Demonstrationen teilzunehmen.

ErstunterzeichnerInnen: Ursel Beck, Mutter von zwei Schulkindern, Stuttgart; Christa Hourani, Mutter von drei Kindern, Mitglied im Elternbeirat, Backnang; Dieter Janssen, Vater von zwei Kindern im Kindergarten, Stuttgart; Werner Sauerborn, Vater zweier schulpflichtigen Kinder und einer Studentin, Mitglied im Elternbeirat, Stuttgart; Ruyker Ugur, Mutter von zwei Schulkindern, Stuttgart; Conny Fuchs, Mutter eines schulpflichtigen Kindes, Gerlingen; Rainer Barth, Vater von zwei Kindern, Schwäbisch Gmünd; Selattin und Elif Sari, Eltern eines Schulkindes, Stuttgart; Barbara Rochlitzer, Mutter eines schulpflichtigen Kindes, Stuttgart
Weitere UnterzeichnerInnen bitte melden bei Ursel Beck

V.i.S.d.P: Ursel Beck, Terrotstr. 33, 70374 Stuttgart, mail: ursel.beck@gmx.de